Fahrerassistenzsysteme bei RLE

Die Weiterentwicklung von Fahrerassistenzsystemen ist in vollem Gange und dem Fahrer werden mehr und mehr Fahrsituationen erleichtert oder sogar abgenommen. Auf dem Weg zum vollautomatisierten Fahrzeug gibt es jedoch noch viele Entwicklungsschritte die es zu meistern gilt. Neben den Rahmenbedingungen durch den Gesetzgeber, gilt es besonders in der Erfassung des Fahrzeugumfelds und der Auswertung von Sensordaten die Technik noch weiter voran zu treiben.

Während heutige ADAS-Funktionen (Advanced Driver Assistence System) oft nur eine Unterstützung oder Notfallvorsorge darstellen, werden wir mittelfristig ganze Fahrsituationen abgeben und nur noch als Rückfallebene für technische Probleme zur Verfügung stehen. Ein zeitnah realisierbares Beispiel stellt hier eine Autobahnfahrt von Auffahrt bis Ausfahrt dar. Durch die Komplexität im Stadtverkehr wird es hier entsprechend länger dauern bis ausgereifte Lösungen zur Verfügung stehen, die die nötige Sicherheit bieten und durch eine Menschenähnliche Fahrweise auch einen Entspannung für den Kunden darstellen.

Bei der RLE Mobility arbeiten wir neben der Validierung von kamera- und radarbasierten Fahrerassistenzsystemen auch an der Entwicklung von neuen Funktionen und eigenen Steuergeräten, um auch zukünftig einen Beitrag auf dem Weg zum vollautonomen Fahrzeug leisten zu können.

In einem aktuellen Projekt geht es hier um die Entwicklung eines Steuergeräts für hochautomatisierte
Kolonnenfahrten bei denen lediglich im ersten Fahrzeug ein Fahrer fährt und in den folgenden Fahrzeugen sämtliche Fahrfunktionen von Steuergerät ausgeführt werden. Dabei verwendet die Längsregelung (also Gas und Bremse) ein Radarsensor, während ein kamerabasiertes System für die Querführung verantwortlich ist und das Fahrzeug in der Spurmitte hält.

Zusätzlich zu der Steuerung basierend auf den Sensorinformationen, besteht auch eine Datenverbindung zwischen den Fahrzeugen in der Kolonne. Durch die Car-to-Car Kommunikation wird das „Sichtfeld“ der folgenden Fahrzeuge erweitert und so beispielsweise ein koordinierter Bremsvorgang an einem Hindernis unterstützt. Technisch wird die Car-to-Car Kommunikation über den Standard IEEE 802.11p realisiert mit dem Daten bis zu einem Kilometer Reichweite über eine Direktverbindung ausgetauscht werden können. Weiter sieht es der Standard vor die Daten zwischen zwei Fahrzeugen über eine Road Side Unit (z.B. eine Ampel mit Empfangseinrichtung) auszutauschen, um so die Reichweite zu verlängern. Dies ist besonders dann sinnvoll, wenn die Reichweite durch Gebäude eingeschränkt ist oder um Informationen auch bei einer geringen Marktdurchdringung von Car-to-Car Fahrzeugen zuverlässig an alle betroffenen Fahrzeuge zu verteilen.

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